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Hier
sind Infos, Eindrücke, Anekdoten und Bilder vom Theatersport-Festival
2009 im Stadtgarten.
Eigene Beiträge, Kommentare und Fotos für diese Seite
bitte senden an christianschulz@freistil-theater.de
Mehr Fotos vom Festival 09: Hier
Freitag, 3. Juli
Sonntag, 12. Juli
Montag, 13. Juli
Dienstag, 14. Juli
Mittwoch, 15. Juli
Donnerstag, 16. Juli
Freitag, 17. Juli
Samstag, 18. Juli
Freitag, 3. Juli: Die
Vorfreude steigt
Einige Festival-Gruppen haben bereits
das Programm für ihren Auftritt festgelegt. Die Zuschauer dürfen
sich schon jetzt auf folgende Theatersport-Disziplinen freuen:
Die Improleten I
spielen
am Mo., 13.7. um 18 Uhr:
- Chor/ Dirigent
- Maschine
- Marathon
- Erzählchor
- Hackordnung
- Dia-Vortrag
- Armreden-Diskussion |
Die Improleten II
spielen
am Mo., 13.7. um 20 Uhr:
- Maschine
- Marathon
- Erzählchor
- Experte
- Alphabetspiel
- Dia-Vortrag
- Armreden-Diskussion |
Hier und Jetzt
spielt
am Di., 14.7. um 20 Uhr:
- Marathon mit Requisit
- Gedicht-Übersetzung
- Dia-Vortrag
- Synchronisation
- Gefühls-Casting
- Orakel
- Grand Prix
- Zappen |
IdeeFix
spielt am Mi., 15.7. um 20 Uhr:
- Marathon mit Requisit
- Dia-Vortrag
- Reigen
- Neue Wahl
- Genre Replay
- Zappen
- Armreden-Diskussion |
FREISTIL
spielt am Do., 16.7. um 20 Uhr:
- Gedicht-Übersetzung
- Boulevard Broadway
-
Reimen
- Drehbuch
-
Zappen
- Musik-Replay |
Beim Champignon-Abend
Fr., 17.7. um
19:30 Uhr werden gespielt:
- Maschine
- Erzählchor
- Armreden-Diskussion
- Synchronisation
- Grand Prix
- Gefühls-Achterbahn
- Alphabetspiel
- Dia-Vortrag
- Zappen
-
Das klingt nach einem Lied
- Genre-Replay
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Sonntag, 12. Juli: Viele Zuschauer trotz Regen
beim Festival-Start
Leider
überschneidet sich das Theatersport Festival um einen Tag
mit dem ZMF. Also regnete es am letzten Tag des letzteren und
ersten Tag des ersteren Festivals. Betroffen waren die beiden
Gruppen
"Die Spontanellen" um 18 Uhr und "Die Spielzeugen" um
20 Uhr. Doch in beiden Fällen kamen trotz einiger Schauer
jeweils 60-100 Fans und feuerten (z.T. unter dem Dach des Pavillons
sitzend), die beiden Teams an.
Die Spontanellen (Foto links - aus der BZ vom 14.7.) schrieben
hinterher: "Unser Auftritt lief gut, tolles Publikum, etwas
Regen." Die Badische Zeitung schrieb über den Auftritt der Gruppe: "Binnen
weniger Minuten verwandelt sich eine Fahrradpumpe auf der Bühne des Musikpavillons
in eine Riesenspritze, dann in eine Rakete und ein Fernglas, schließlich
dient sie als Messgerät der ASU Mensch, das die humanen Abgaswerte berechnet.
Aus dem Improstück mit dem Titel "im Beichtstuhl" [wird] in der Heavy Metal-Version
schnell eine Blutorgie, bei der Pfarrer und Sünder Teufelszeichen machen
und zu harter Rockmusik ihre Köpfe schütteln. Aus den Vorschlägen "Schweine
im Weltall" und "Abgrund der Leidenschaft" wird "Schweine aus Leidenschaft".
Ein mürrischer Schweinezüchter wird von seiner Sau dazu überredet,
fortan vegan zu leben." (Den gesamten Artikel lesen: Hier)
Weitere Fotos vom Spontanellen-Auftritt: Hier
Die Spielzeugen nahmen zu ihrem zweiten
Stadtgartenauftritt ihren nagelneuen Gitarristen mit. Sie
schrieben hinterher: "Zuerst scheuchten Publikum und Conférencier
die Spielerinnen und den Spieler durch ein ABC-Spiel (mit
Rauswurf) über
das Waschen von Seife und ein Fragespiel hoch über
den Dächern.
Es folgte ein Ausflug in die Politik, bei der Kanzlerin
und Vizekanzler bei ihrer Pressekonferenz so manches Gefühl
durchmachten.
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Im
Zwei-Räume-Spiel zwischen einer Multifunktionsküche
und dem Schlafzimmer sahen die Zuschauer ganz unerwartete
Seiten einer WG-Bewohnerin mit Hang zum Einwickeln. Im
Reigen ging es dann ins Stahlkocher-Milieu: Stahlkocher
Lenny Ravinski musste sich zwischen einer russischen Kupferkocherin
und der Putzfrau entscheiden, doch seine Mutter schmiedete
ebenfalls Pläne für ihn. Was dagegen passiert,
wenn Astronautinnen nach dem Flug nicht genau untersucht
werden, musste die Technikcrew im Steht-Sitzt-Liegt-Spiel
erfahren. Johannes, der neue Gitarrist, hatte bis dahin
noch nicht viel zu tun, aber als "Das klingt mit einem
Lied" im IKEA um 22 Uhr anfing, legten sich Mutter und
Tochter und die Frau, die Mütter versteigert, mächtig
ins Zeug, um sich am Schluss doch auf eine Wandfarbe zu
einigen. Bei der Synchro-Wiederholung mutierte dann eine
Gefängnisszene mit einem Feuerzeug in der Form einer
Wurst zu einer nicht qualifizierten Schönheitsoperation.
Auch das Zappen fing mit einem Schönheitsthema im
Tattoo-Laden an. Danach zappten die Zeugen zu einem heilkräftigen
Regenschirm und einem Backstage-Bereich und dem Eiffelturm,
wo, (vielleicht hatte es die Knoblauchzahnseide ermöglicht)
der Sturz folgenlos blieb. Warum Tante Käthe nachts
Kartoffeln schält, das wurde im Neue-Wahl-Spiel beantwortet.
Und die Dreierszene über zwei Schmugglerinnen, die
mit rumänischer Hundezahnseide erwischt wurden, wurde
mit zwei und dann mit einer Spielerin in allen drei Rollen
wiederholt. Zeit für die Spielzeugen, nochmal in einem
Best-Of-Marathon die Szenen Revue passieren zu lassen.
Doch dann ergab eine Abstimmung im Publikum, dass die Zuschauer
immer noch nicht genug hatten, und so endete die Show mit
einem 'Sags mit einem Lied' über die Frau
des BMW-Fahrers, die sich zwischen BMW und Bagger, Whisky
und Bier, Anzug und Blaumann entscheiden musste." Fotos
der Spielzeugen: Hier
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Montag, 13. Juli:
Premiere: Erstmals Improleten im Stadtgarten
Da
das ZMF am Sonntag zu Ende gegangen ist, gab es am Montag
keinen Regen mehr.
An diesem Tag spielte die neueste Freiburger Theatersport-Gruppe
Die Improleten zum ersten Mal im Stadtgarten.
Da die Gruppe derzeit aus über 20 Mitgliedern besteht,
spielte die erste Hälfte vor 130 Zuschauern um 18 Uhr,
die zweite Hälfte dann
vor 250 Zuschauern um 20 Uhr. Das Publikum wünschte
sich Maschinen zum Thema "Seifenblasen" und "Quietsche-Entchen"
und sah einen Marathon, der mit dem Satz "Von wem bist
du schwanger?" begann. Die Improleten erzählten
die Geschichte
"Bauer sucht Frau" sowie "Die Leberwurst im
Katzenklo" und
zeigten die Dia-Vorträge "Die Klassenfahrt" und "Moderatoren-Mord
im Stadtgarten". Dabei spielte Christian M. Schulz,
der Trainer der Improleten, der beide Auftritte moderierte, überraschend
selber (und sehr überzeugend!) einen fiesen und sadistischen
Moderator, der seine Impro-Spieler quält, so daß diese
ihn gemeinsam umbringen (siehe Foto) und im Sandkasten des
Spielplatzes verscharren.
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Eine Expertin
(beeindruckend: Katharina Mohr) erklärte ihre Erfindung
einer kaffekochenden Unterhose und demonstrierte das an zwei
Models. Und am Ende gab es jeweils eine Armreden-Diskussion
zum Thema "Haben Pflastersteine Gefühle?" bzw. "Der
WG-Putzplan". Dabei kam es
zu einer netten Situationskomik: Eine der Spielerinnen
(selber schon über 65 Jahre) begrüßte das Publikum irrtümlich
zu der Diskussion "Sex im Altersheim" und mußte erst darauf
hingewiesen werden, daß sie das Thema verwechselt hatte.
Das Publikum war bei beiden Auftritten sehr begeistert und
schrieb ins Gästebuch: "Ah
- Lachmuskelkrampf! Danke für den Spaß!" Eine
Spielerin der Improleten hatte übrigens einen privaten Fanclub
im Publikum, der ein großes Schild dabei hatten,
auf dem "Angie,
mach dich für uns zum Affen" stand - was diese
auch prompt und mit Begeisterung tat.
Mehr Fotos der Improleten II: Hier
Mehr Fotos der Improleten I: Hier
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Dienstag, 14. Juli:
Hier und Jetzt-Orakel offenbart Ergebnis der nächsten Bundestagswahl!
Beim Auftritt von Hier
und Jetzt gab es mit
300 Zuschauern bereits den ersten Publikumsrekord. Die
10 SpielerInnen und ihr sympathischer Keyboarder Johannes
begeisterten ihr Publikum fast zwei Stunden lang. Beim
Marathon wurde eine Kinder-Schnabeltasse umgewandelt in
den heiligen Gral, in ein Küken, einen Diamanten, eine
Handgranate, eine Krone und ein Affenbaby. Es gab eine
Dichterin aus Finnland, die ein Gedicht in ihrer Heimatsprache
vortrug, in dem es um die Liebe eines verheirateten Mannes
zu einer Frau in der Sauna ging. Und beim Dia-Vortrag sahen
die Zuschauer bisher unveröffentlichte Bilder von Michael
Jackson (z.B. wie der "Griff in den Schritt" bei einer
Probe des Moonwalks entstand, wo es den Künstler beim Tanzen
am Hoden juckte). Hier und Jetzt spielte die Synchro-Szene
"Zwei Schwaben mit einer Geiß in der Wüste", bei der sich
herausstellte, daß einer der beiden Schwaben ein getarnter
Norddeutscher ist, worauf der andere versucht, ihn zu ermorden
und nur durch die Geiß davon abgehalten werden kann. Und
es gab eine Gruppe aus Japan, die beim Grand Prix ein Lied
über die Liebe eines Sumoringers zu einer Geisha sang.
Einer der Höhepunkte war das Gefühls-Casting, bei dem drei
Schauspieler vorsprachen und den Text "Den
letzten beißen die Hunde" in den Gefühlszuständen "Beschwipst",
"Traurig", "Wollust", "Hass", "Eifersucht"
und "Erleichtert" spielten. Die strenge Casterin entschied
sich am Ende für den militärisch-zackigen Herrn Turn und
Taxis - offensichtlich aber nur, weil sie seine wollüstige
Interpretation des Textes angeturnt hatte und sie sich
ein sexuelles Abenteuer mit ihm versprach!
Das Publikum nutzte dann die Chance das Orakel - alle 10
Spieler/innen, die gleichzeitig (!) sprechen - zu befragen,
um Antworten zu bekommen auf die Fragen "Wann wird
er mich küssen?",
"Wer gewinnt die nächste Bundestagswahl" (Antwort:
Angela Merkels Mann!) oder "Wie wird meine Klausur
in Erziehungswissenschaften?". Als
ein Zuschauer wissen wollte, was das große Geheimnis
des Moderators sei, antwortete das Orakel: "Er hat eine
Affäre" - was den Moderator und Trainer der Gruppe,
Christian M. Schulz, in große Verlegenheit brachte.
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Er
versuchte, die Videoaufnahme der Aufführung an dieser
Stelle zu unterbrechen und wollte vorher das Orakel an der
Antwort hindern, was ihm aber nicht gelang.
Das Match der
blauen gegen die orange Mannschaft war das spannendste Theatersport-Match
des bisherigen Festivals: Mehrfach wechselte die Führung
und am Ende lag die blaue Mannschaft nur knapp mit 1 Punkt
vorne (154:153). Doch die orange Mannschaft forderte die
Blauen zu einem Spiel um "Alles oder Nichts" heraus,
gewann das Zappen (mit den vier Orten "Vorratskeller/
Whirlpool/ Baumhaus/ Im Gehörgang") knapp mit 25:23
und gewann so doch noch das Match.
Weitere Fotos: Hier
BZ-Artikel über das Festival
Heute erschien
in der Badischen Zeitung ein längerer Artikel über
das Festival im Stadtgarten mit der Überschrift: "Vegane
Schweinezüchter und hasserfüllte Hunde".
Den gesamten Artikel lesen kann man: Hier
Leider existiert der "Film der Premiere" bisher nicht, der am Ende
des Artikels angekündigt wird und der angeblich auf der BZ-Homepage sein
soll. Dort findet sich nur ein Link auf das Video über das txt-Festival,
das aber mit dem Theatersport-Festival nichts zu tun hat!
Die Online-Version des Artikels gibt es bei der BZ selber: Hier
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Mittwoch, 15. Juli:
Improspielerinnen ziehen Zuschauer aus!
Vielleicht
liegt es daran, daß bei der Gruppe IdeeFix fast
nur Frauen spielen (von den 9 Mitgliedern der Gruppe sind
nur zwei Männer): Jedenfalls nutzten zwei der Spielerinnen
in der Szene "Jugend-Gang auf dem Augustinerplatz"
am Mittwoch abend ihre Rollen als jugendliche
Prolls aus. Sie überfielen einen der Zuschauer
in der 2. Reihe, setzten sich auf seinen Schoß, um
ihn abzulenken und klauten ihm dabei die Armbanduhr. Dann
fuhren sie fort, ihn mit eindeutigen weiblichen
Reizen zu verwirren und nahmen ihm dabei erst die Brille
weg, dann die Schuhe und schließlich das T-Shirt,
bis er quasi nackt im
Publikum saß (siehe Foto). Das ganze
wurde vom Moderator auch noch gefördert,
der bei diesem Spiel ("Neue Wahl") als Side-Coach
immer wieder neue - noch mutigere oder wildere - Angebote
der Spielerinnen (und später auch des Zuschauers!)
forderte. Die
Frauen waren dabei so schnell, daß die - ebenfalls
weibliche - Fotografin
vor Aufregung zuerst nur ein völlig schiefes Bild
aufnehmen konnte.
Das Publikum
war begeistert von der Dreistheit der Frauen und gab beiden
Spielerinnen (und auch dem überraschten Gast!) jeweils
die Höchstpunktzahl von 25 Punkten.
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Vorher hatte
IdeeFix beim Marathon eine Jonglierkeule aus dem Publikum
verwandelt in einen Dildo (!), ein Fernglas, eine Banane,
ein Mikrofon, eine Klobürste und einen Hundeknochen.
Sie zeigten den Diavortrag
"Silvester im Vatikan" und spielten einen Reigen
in dem es um die Affäre einer Sekratärin mit
dem Mann ihrer (strengen) Chefin ging. Nach der Zuschauerattacke
(bei der sich hinterher herausstellte, daß das "Opfer" zufälligerweise
ein Improspieler aus der Gruppe "Hier und Jetzt" war,
der deshalb so mutig und bereitwillig mitgespielt hatte)
gab es noch die Szene
"Im Waschsalon", die als Oper und Science Fiction
wiederholt wurde, sowie das Zappen an den vier Orten "Im
Ruderboot/ Hinterm Horizont/ In der Drachenburg/ In der
Pizzeria".
Der Abend endete mit der Armreden-Diskussion zum Thema "Abwrack-Prämie
für Ehepartner?" (nachdem keiner für den
Vorschlag "Abtreibung: Ja oder Nein?" gestimmt
hatte, der von einer Zuschauerin kam, die
mit Baby in der ersten Reihe saß...).
Christian M. Schulz, der Moderator und Trainer der Gruppe, kündigte an,
daß sich IdeeFix nach drei Jahren Ausbildung bei ihm jetzt selbständig
machen wird. Er betonte hinterher, daß
er keine Gruppe länger als drei Jahre trainieren könne
und daß diese Entscheidung nichts mit dem Überfall
der Spielerinnen auf den Zuschauer zu tun habe. Mehr Fotos
der Aufführung: Hier
Fotos
von allen Auftritten
Fotos aller
Auftritte gibt es inzwischen auf der Fotoseite.
Dank fleissiger Fotografen gibt es je 10-20 Bilder
von den Spontanellen,
den Spielzeugen,
den Improleten
I, den
Improleten II, Hier
und Jetzt, FREISTIL,
Impro con Carne,
IdeeFix und dem Champignon-Abend.
Besonders fleissig war dabei Manuela Weinschenk von Hier
und Jetzt, die Bilder von sechs Auftritten beigesteuert hat
- und dabei z.T. mit drei Kameras gleichzeitig fotografierte!
Zur Belohnung durfte sie beim Auftritt ihrer eigenen Gruppe
Michael Jackson darstellen (siehe oben)
und wurde dabei von den "Fans" angehimmelt.
Die ganze Fotoübersicht gibt es: Hier
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Donnerstag, 16. Juli:
Der Schatten im Nix - 450 Zuschauer als Fische
Etwa 450 begeisterte Zuschauer drängten sich am Donnerstag
auf den Plätzen im Musikpavillon und erlebten einen
Theatersport-Abend voller Spielfreude, Musikalität
und Schauspielkunst. FREISTIL hatte
einen seiner besten Abende und erschuf lauter kleine und
große improvisierte Juwelen. Einer
der vielen Höhepunkt der Aufführung war
das Drehbuch "Der Schatten im Nix" (Autor: Christian
M. Schulz) in dem es um einen Mann geht, dessen Frau
bei einer OP stirbt. Die tote Anna (Simone Ott) findet
sich im Nix wieder, wo sie nichts hört, nichts sieht
und nichts fühlt. Doch am Grab trifft Martin (Achim
Freund), ihr trauernder Mann, auf ein merkwürdiges
Männlein (Christoph
Hüllstrung), der ihm den Weg zu einem seltsamen Tor
(Nicole Djandji) weist, das er durchschreiten kann, indem
er die Augen schließt und an die Liebe zu seiner
Frau denkt. Martin trifft auf einen See voller Fische (die
Zuschauer - siehe Foto) die ihm aber erst nichts sagen
wollen, aus Angst vor der bösen Nixe (Djandji), die
im Nix herrscht. Als die Nixe Martin im See erwischt,
verwandelt sie ihn ebenfalls in einen Fisch und tanzt mit
allen anderen Fischen den Nixentanz. Doch
plötzlich taucht der Schatten des Männleins im
Nix auf. Die böse Nixe versucht ihn anzugreifen und
trampelt auf ihm herum, kann ihm aber nichts anhaben, weil
es ja nur ein Schatten ist. So trampelt sie sich schließlich
selber zu Tode und bricht leblos zusammen. Martin verwandelt
sich zurück in einen Menschen - und mit ihm alle anderen
Fische, die ebenfalls verwandelte Menschen waren, die auf
der Suche nach ihrer Liebe im Nix gelandet waren. Martin
findet seine Anna wieder, beide fallen sich in die Arme
und sagen - nichts. Eine ebenso anrührende wie unterhaltsame
Geschichte mit viel Tiefe, die das Publikum fast 20 Minuten
lang in den Bann schlug.
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Vorher gab es
schon einen Gast aus Timbuktu (Schulz) der ein Gedicht in
seiner Heimatsprache vortrug (in dem es um Essensgebräuche
in Timbuktu ging) und das von einem Dolmetscher (Hüllstrung)
übersetzt wurde. Und bei der
Sendung "Boulevard
Broadway"
berichteten zwei TV-Journalisten (Ott und Schulz) über
die Premiere des neuen Musicals "Die Meerschweinchen-Gang",
wobei sie kurze Ausschnitte aus einzelnen Liedern zeigten
(gesungen von Djandji und Hüllstrung als die Meerschweinschen
Lisa und Kurt sowie Freund als den bösen Meerschweinchen-Fänger).
Außerdem gab es bereits eine beeindruckte Geschichte
ganz in Reimen: "Die Hand im Klo". Ein Diener
des Königs (Schulz) findet beim Reinigen der Toilette
eine abgeschnittene Hand im Klo, bei der es sich um die
Hand der Königin handelt, die offensichtlich ermordet
wurde. Er
und der König (Freund) verdächtigen
sofort den Baron (Hüllstrung), der verliebt in die
Königin war. Doch selbst unter Folter (der Diener
steckt den Kopf des Barons in die Kloschüssel) leugnet
dieser die Tat. Schließlich kommt heraus, daß es
der Diener selber war, der dem Königspaar seinen Reichtum
geneidet hatte und wußte, daß er von der Königin
viel Geld erben würde. Beim Versuch, auch den König
und den Baron mit einem Messer zu ermorden, wird der Diener überwältigt
und der König ersticht ihn mit dessen Messer,
das es vorher in die tote Hand seiner Frau drückt,
damit der Mörder durch die Hand seines Opfers stirbt
(siehe Foto). Dabei reimten die drei Spieler, daß es
eine Freude war. Später gab es noch ein Zappen mit
den fünf
Orten "Unter dem Baum/ Im Ponyhof/ In der Orgelpfeife/
Im Stadion/ House of Horror". Und die Szene "Michael
Jackson kehrt zurück" (mit Hüllstrung als
Jackson und Schulz als Fan) wurde als Wiener Walzer und
(dank der Vielseitigkeit von Karsten Kramer, des Keyboarders)
dann als Bollywood wiederholt. Schade, daß FREISTIL
erst wieder ab September regelmäßig in Freiburg
spielt, denn obwohl viele Zuschauer eine der "Best
of FREISTIL"-Video-DVDs
kauften, kann das Video die Zeit bis September zwar etwas
füllen aber einen Live-Auftritt dieser beeindruckenden
Gruppe nicht ersetzen. Weitere Fotos von FREISTIL: Hier
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Freitag, 17. Juli:
Asunción wird Champignon 2009!
Es gibt einen neuen Champignon in Freiburg:
Etwa 110 Zuschauer feierten den Sieg von Asunción
beim Abschluß-Abend des Festivals. Und
die Zuschauer, die trotz des schlechten Wetters
gekommen waren, erlebten eine Premiere: Es war der allererste
Champignon-Abend seit dem Jahr 1999 (dem Jahr der
ersten Aufführung dieses
Formats in Freiburg) an dem es regnete! 10 Jahre lang
hatte es am Freitag, dem Festival-Abschlusstag, nicht
geregnet. Zwar hörte der Dauerregen glücklicherweise pünktlich
um 19:30 (zum Beginn der Aufführung) auf, so daß der
Champignon-Wettbewerb ohne Störungen ablaufen
konnte. Trotzdem saßen zur Sicherheit die Zuschauer
zum ersten Mal bei einem Champignon alle unter dem Dach
des Pavillons, so daß sich die Bühnenfläche
für die 14 Akteure des Abends (12 Spieler/innen, ein
Musiker und der Moderatort) drastisch verkleinerte.
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Aber
die Impro-Spieler ließen sich von der winzigen Bühnenfläche
nicht beeinträchtigen und improvisierten viele schöne
Szenen - und das obwohl die Teilnehmer/innen aus sieben verschiedenen
Festival-Gruppen kamen (Improleten I und II, Spielzeugen,
Hier und Jetzt, Impro con Carne, IdeeFix und FREISTIL) und
in dieser Zusammensetzung noch nie zusammen gespielt hatten!
Asunción
von den Improleten siegte am Ende der fünften
Runde knapp mit 101 Punkten vor den beiden Vize-Champignons
Simone (FREISTIL) und Doris (IdeeFix) mit je 100 Punkten.
Asunción bekam als Preis eine Dose mit Champignons
(1.Wahl), eine große Tafel Schokolade und einen Liter
Saft und wurde dann von den anderen 11 Teilnehmer/innen
mit dem Lied "She
is the Champignon" gefeiert und auf Händen getragen.
Beteiligt am Champignon-Abend waren außer
Asunción, Simone und Doris: Matthias und Johanna (Spielzeugen),
Barbara und Manfred (Improleten), Bianca und Andreas (Impro
con Carne) und Bettina (IdeeFix), die kurzfristig für
einen erkrankten Mitspieler eingesprungen war. Begleitet
wurde der Auftritt vom Profi-Musiker Karsten Kramer (der
sonst bei FREISTIL spielt) und mit seinem Keyboard dazu beitrug,
daß es
ein gelungener Abend und schöner
Festival-Abschluß wurde.
Mehr Bilder der Aufführung gibt es: Hier
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Samstag, 18. Juli:
Paletten-Aktion im Regen
Am Samstag morgen wurde der Organistor des Festivals,
Christian M. Schulz, von Getränke Brüstle unsanft
aus dem Bett geworfen. Der freundliche Händler rief den
verschlafenen Verantwortlichen (der sich eigentlich auf
seinen ersten freien Tag gefreut hatte) an, um ihm mitzuteilen,
daß ein Abtransport der Palette mit den 20 Bierbänken und
10 Biertischen leider nicht möglich sei, da die Palette
falsch beladen
sei. Statt längs der Palettenbretter müssten die Bänke
und Tische unbedingt quer gestapelt werden, da
sonst der Gabelstapler die Palette nicht heben könne. Schulz
organisierte sich über einen Spieler von Impro con Carne
die Telefonnummer von Andreas (ebenfalls Impro con Carne),
der beim Champignon
am Abend vorher mitgespielt hatte und auf dessen Rat er
die Bänke längs hatte stapeln lassen, statt (wie von Schulz
geplant) quer. Andreas, dem der falsche Ratschlag peinlich
war, beteuerte, daß auf dem Bauernhof, auf dem er gearbeitet
habe, die Paletten immer längs beladen worden waren und
erklärte sich sofort bereit, Schulz beim Umbau zu helfen.
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So
trafen sich die beiden am Pavillon, luden alle 30 Teile ab
und dann richtig rum (quer zum Pallettenholz) wieder auf.
Glücklicherweise
kam auch Meike dazu, eine weitere Impro con Carne-Spielerin,
die von Andreas informiert worden war: Denn diese gab den
beiden Männern erstens den guten Rat, nicht unbedingt
im strömenden Regen zu arbeiten, sondern den heftigen
Regenschauer unter dem Pavillondach abzuwarten (was die beiden
dann taten), und zweitens fotografierte sie später die
schwitzenden und regennassen Umstapler bei der Aktion, so
daß deren
aufopferungsvolle Arbeit für die Leser dieser Seite
dokumentiert werden konnte. Außerdem
verzierte sie das rote Packband für den fertigen Stapel
mit einer hübschen Schleife "Damit sich der Gabelstaplerfahrer
freut". Die Palette wurde inzwischen
von Getränke Brüstle abtransportiert.
Mehr Bilder
vom Palettenumbau: Hier
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