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Hier
sind aktuelle Infos, Eindrücke, Anekdoten und Bilder vom
Theatersport-Festival
2011 im Stadtgarten.
Mehr Fotos vom Festival 2011: Hier
Freitag, 1. Juli: Auftrittsprogramme
stehen fest
Donnerstag, 7. Juli: BZ-Interview
mit Schulz zum Festival
Freitag, 8. Juli: Champiogniken
in den Startlöchern
Sonntag, 10. Juli: Diavortrag analysiert
das Ausscheiden der Frauenfussball-Nationalmannschaft
Montag, 11. Juli: Kommt der
Papst - oder kommt er nicht?
Dienstag, 12. Juli: Zuschauer
trotzen dem Regen
Mittwoch, 13. Juli: Muß Mundpflege
bei Kindern wirklich sein?
Donnerstag, 14.
Juli: 300 Zuschauer als aufständische
Gummibärchen
Freitag, 15. Juli: Impro-Neuling
wird Champignon 2011!
Sonntag, 17. Juli: Diskriminierung
beim Champignon-Abend?
Montag, 18. Juli: Besucherrekord
- und viele Zuschauer, die sich im Termin geirrt hatten!
Montag, 18.
Juli: Besucherrekord - und viele Zuschauer, die sich im Termin
geirrt hatten!
Im Stadtgarten kamen an sechs Abenden etwa 2200 Zuschauer
zu den 12 Auftritten des Festivals. Und einen Besucherrekord gab
es in der Festivalwoche außerdem auf der Homepage
Theatersport
in Freiburg, die seit 2005 existiert und auf der es
alle Infos zum Festival gibt: Von Sonntag bis Freitag waren
848 Besucher auf den Seiten der Homepage. Das sind
mehr als noch 2010 (649 Homepagebesucher) und 2009 (761).
Die Besucher schauten sich in dieser Woche insgesamt 2522
Seiten an (im Vergleich: 2010 waren es 2282 und 2009 sogar
2751 Seiten). Schulz freut sich über das große Interesse
an den Infos, Berichten und Fotos auf der Homepage und
versprach, auch in Zukunft interessante Artikel und Infos
ins Netz zu stellen.
Zu einem Mißverständnis kam
es am heutigen Montag im Stadtgarten: Etwa 5000 Menschen
(zumeist Rentner und Touristen) hatten das Plakat vom Theatersport
Festival falsch verstanden und dachten, die Aufführung
von Impromille I und II würden heute um 12 Uhr im
Musikpavillon stattfinden. Eine
zufällig im Park anwesende Militärkapelle aus
Schottland nutzte
diese Gelegenheit und bot
nach oben
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den
enttäuschten Menschen, die feststellten, daß sie sich geeirrt
hatten, ganz spontan (passend zum Improthater!) ein kleines
Konzert auf der Wiese vorm Musikpavillon (siehe Foto - hinten
rechts das Dach des Pavillons!). Das Publikum freute sich
sehr und versprach, die Festival-Plakate im nächsten Jahr
besser zu lesen.
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Sonntag,
17. Juli: Diskriminierung beim Champignon-Abend?
Normalerweise bekommt Schulz, der Organisator des Festivals,
nach dem Festival Mails von zufriedenen Zuschauern und
begeisterten Gästen (z.B. 2008: Hier ).
Doch
dieses Jahr gab es eine sehr kritische Mail einer Besucherin,
die sich beim Champignon-Abend (der ihr insgesamt gut gefiel)
vor allem am Spiel Grand Prix (siehe Foto) gestört
hatte: "Zwei
Situationen [haben mich] sehr erschreckt und mir den Abend
und die Stimmung zerstört. Zum einen war dies die
Aufgabe, ein Lied in der Landessprache Ghanas zu singen.
Erstens ist Englisch Amtssprache dieses Landes und zweitens
war die rein stereotypisierte Umsetzung der Aufgabe absolut
diskriminierend und herabwürdigend. Die zweite Situation
bezieht sich auf die Äußerung einer der Schauspielerinnen,
deren Name mir leider nicht mehr geläufig ist, als
Abschluss der Aufgabe eines Dia-Vortrags zum Thema 'Der
Ritter im finsteren Walde'. Ich zitiere: 'Nächstes
Mal fahre ich nach Afrika, da soll es auch sehr dunkel
sein.' Ich denke, diesen diskriminierenden Worten ist nichts
hinzu zu fügen. Sicherlich sind diese Situationen
nicht böswillig und gewollt zustande gekommen, dennoch
ist diese Unreflektiertheit sehr erschreckend und vor allem
in diesem öffentlichen Rahmen absolut unangebracht." Schulz
(der selber wegen eines anderen Auftritts am gleichen Tag
nicht beim Champignon-Abend dabei
sein konnte) hat diese Mail
nach oben
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an
die Champignon-Teilnehmer/innen weitergeleitet und der Dame
auch selber geantwortet. Aus seiner Antwort: "So lange es Afrikaner,
Asiaten, Russen, Finnen, Deutsche, Amerikaner, Mexikaner
usw. gibt, wird es Stereotypen über diese Länder
und diese Menschen geben. Alle Satiriker und Kabarettisten
greifen diese Stereotypen auf und nutzen sie für Satiren
und Comedy. Das ist in meinen Augen legitim und dient der
Unterhaltung. Es gibt auch Witze über alle diese
Länder
und Einwohner. Die sind aber in der Regel nicht diskriminierend
oder herabwürdigend gemeint - sondern dienen ebenfalls
der Unterhaltung.
Das Ziel bei der Improtheater-Disziplin Grand Prix ist die Übertreibung
der "typisch" deutschen, polnischen, afrikanischen, amerikanischen Eigenschaften
- als Mittel sie offenzulegen und das Publikum mit ihren Stereotypen zu konfrontieren.
Außerdem verschwinden diese Stereotype ja nicht aus den Köpfen der
Menschen, wenn man sie nicht ausspricht. Im Gegenteil. Und eines der interessantesten
Erlebnisse ist es, in Ländern, in die man reist, zu schauen, welche Stereotype
stimmen - und welche (oft überraschenderweise) gar nicht. So wie die
Welt erstaunt war, daß Deutschland ein entspanntes, fröhliches Fest
aus der Fußball-WM 2006 gemacht hat - obwohl das gar nicht dem Klischee
der Deutschen entsprochen hatte."
Und später schreibt er: "Wenn Sie ein Schwarzafrikaner
wären und sich aufregen würden,
könnte ich Ihren Ärger besser verstehen. Aber leider
erlebe ich es öfters, daß sich Menschen aufregen,
nur weil sie vermuten daß sich andere getroffen
fühlen könnten - während die Betroffenen die Szenen
oder Lieder meist gar nicht als negativ oder schlimm empfinden.
Z.T. sogar im Gegenteil.
So hatten wir viel Lob von Schweden nach einem Auftritt in dem wir beim Grand
Prix ein Lied auf "Schwedisch" gesungen hatten - in dem wir alle Klischees verbraten
haben von IKEA über Köttbullar bis Sauna.
Und ein (wirklich kritisches) Lied über die Polizei hat - gesungen in der
Polizeifachschule Villingen-Schwenningen vor über 200 Polizisten - zu begeistertem
Applaus und viel lobenden Worten der Zuschauer danach geführt! - Schöne
Grüße und hoffentlich auch im nächsten Jahr wieder im Stadtgarten"
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Freitag, 15. Juli: Impro-Neuling
wird Champignon 2011!
Vor einer Rekordkulisse von 400 Zuschauern traten am letzten
Abend des Festivals 11
Spieler aus neun verschiedenen Theatersport-Gruppen an und
spielten gemeinsam in gemischter Zusammensetzung um den Champignon-Titel.
Die Moderation übernahm dabei erstmals Sybille Kleinschmitt
von FREISTIL, die als erfahrene Schauspielerin sicher und
unterhaltsam durch den Abend führte und am Ende von allen
nur noch "Tante Sybille" genannt wurde. Am Ende wurde Jessica
Petry (Impromille) mit 117 Punkten als Champignon von allen
gefeiert. Obwohl sie erst seit Januar 2011 den Improkurs
von Schulz besucht und einige der Disziplinen noch nie gespielt
hatte (!), gelang es der attraktiven Französin nicht nur,
in die letzte Runde zu kommen, sondern auch (zusammen mit
ihren jeweiligen Mitspielern) die meisten Punkte zu sammeln.
Dazu beigetragen hatte sicher auch der große Jessica-Fanblock,
der den Impro-Neuling mit Transparenten und Sprechchören
während des ganzen Abends lautstark anfeuerte. Ebenfalls
in die letzte Runde geschafft hatten es Ralf Fees (Die Spontanellen),
Ozan Ardicoglu (Hier und Jetzt), Marco Kneisel-Chiriatti
(Impromille), Petra Birkner (Die Improleten),
Georg Richter (Spontan
Brutal) und Ulrich Amann (Die Spielzeugen). Die meisten davon
wurden dann mit 112 Punkten Vize-Champignon. Begleitet wurde
der Auftritt vom vielseitigen und kreativen Andreas Bohl
am Keyboard (Die Spontanellen), der damit beinahe seinen
Rekord von 2008 wiederholte und bei vier Auftritten des Festivals
als Musiker spielte.
nach oben
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Immer wieder
beeindruckend zu sehen, wie beim Champignon Spieler/innen,
die in dieser Zusammensetzung noch nie gemeinsam auf einer
Bühne gestanden hatten,
spontan und ungeprobt zusammenspielen und unterhaltsame Szenen
miteinander improvisieren. Die 11 Akteure bauten eine musikalische
Maschine zum Thema "Eierkocher", erfanden als Erzählchor
die Geschichte
"Das nervöse Quietsche-Entchen" und diskutierten
bei der Armreden-Diskussion das Thema "Sind Frauen schlauer
als Männer?". Außerdem zeigten sie die Synchronisations-Szene "Zoff
im Feuerwehr-Auto", die Gefühls-Achterbahn mit
einem "Häftling und einem Wärter" und
eine Gruppe aus Ghana sang beim Grand Prix ein Lied in ihrer
Heimatsprache. Später gab es die ABC-Szene
"Die vom Fahrrad überfahrene Schnecke" und
den Dia-Vortrag
"Der Ritter im finsteren Walde" (mit einer leeren
Bühne als
überraschenden Ende). Beim Zappen gab es vier Geschichten
an den Orten "Tatoostudio/ Kühlhaus/ Ikea/ Kühlschrank" und
die Szene "Pimparella, die Liebesgöttin" wurde
beim Musik-Replay als Kirchenlied und Bollywood wiederholt.
Ebenfalls viele Lieder gab es beim Mini-Musical "Klebereste" bei
dem es um Konrads Spezialkleber ging. Am Ende der mehr als
zweistündigen Aufführung wurden alle 11 Akteure,
der Musiker und die Moderatorin vom Publikum noch mal bejubelt.
Ein würdiger - und glücklicherweise trockener -
Abschluß des Festivals und wieder mal mit
einem weiblichen Champignon!
Ein
weiteres Fotos vom Champignon gibt es: Hier
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Donnerstag, 14. Juli: 300
Zuschauer als aufständische Gummibärchen
Der regenfreie Abend lockte 300 Zuschauer zum Auftritt
von FREISTIL. Diese waren begeistert und
schrieben ins Gästebuch: "Weltklasse - ein Feuerwerk!"
Die
fünf ausgebildeten Schauspieler/innen zauberten aus
dem Stand Lieder und Geschichten und beeindruckten durch
ihre Bühnenpräsenz. FREISTIL begann mit dem gemeinsamen
Lied
"Die böse Kartoffel" (- sie will dich einfach
killen) - bei dem erst die starke Hand einer Münstermarkt-Bauersfrau
die mordende Kartoffel stoppen kann. Bei der Drehtür
wurde in kurzen Szenen die Biografie von Tom Großmann
(Achim Freund) gezeigt, dessen Lebenstraum es war "Mit
der Maus in der Falle zu kuscheln". Doch weil sein
Vater (Christian M. Schulz) möchte, daß er lieber
Finanzbeamter wird, so wie er selber, reißt Tom von
zu Hause aus und geht in die USA, wo er lernt, Mäuse
und Ratten zu dressieren. Trotz vieler Widerstände,
z.B. der Schwangerschaft seiner Freundin (Sybille Kleinschmitt)
und dem penetranten Vater, der ihm nachreist, gelingt es
Tom am Ende, bei einer Fernsehshow sich in einem Käfig
mit lauter Mäusen (Herrlich:
Christoph Hüllstrung als eine der Mäuse) in einen
Fluß werfen zu lassen, wo er ("der mit der Maus
kuschelt")
von den dressierten Tieren aus der Käfig-Falle befreit
wird und nicht ertrinkt, was ihn weltberühmt macht.
Einer der Höhepunkte des Abends bei dem die Spieler
ihre Schauspielkunst, Phantasie, Kreativiät und Schnelligkeit
zeigen konnten, war das Drehbuch "Aufstand der Gummibären" (Autor:
Schulz). Walter (Hüllstrung) wird in der Gummibärchen-Fabrik
vom strengen Besitzer, Herr Vordermann (Freund) entlassen,
weil er unerlaubterweise ein Bärchen gegessen hat.
So haben er und seine 9jährige Tochter Sara (Nicole
Djandji-Stahl) nichts mehr zu essen. Walter
beschließt, sich an Herrn Vordermann zu rächen
und deponiert eine biologische Bombe (bestehend aus Kleinschmitt,
Freund und Djandji-Stahl) an den Zaun der Fabrik. Als diese
explodiert werden Bakterien freigesetzt, die sich in den
Gummibärchen
einnisten und eine Mutation auslösen. Die Bärchen
werden lebendig und wachsen zu Bären mit über
zwei Metern Größe
heran. Zwei
Bären (Kleinschmitt und Djandji-Stahl) greifen Vordermann
an, der entsetzt flieht und die Armee zur Hilfe ruft. Ein
General (Hüllstrung) in einem Panzer mit einem trotteligen
Wehrdienstleistenden (Freund) beschiesst daraufhin die
Fabrik mit Granaten, so daß die beiden mutierten
Tiere zerstört werden. Doch nachts wandern die 150
Einzelteile der zerfetzten Gummibären durch die Fabrik
und stecken 300 andere Gummibärchen (alle Zuschauer!)
an, so daß diese
ebenfalls mutieren. Als der Chef am nächsten Morgen
die Produktion wieder aufnehmen will, stößt er
auf 300 kichernde Gummibären, die sich gegen ihn erheben
(wundervoll wie alle 300 Zuschauer gleichzeitig kichernd
aufstehen und so den Aufstand bildlich umsetzen). Walter,
den das schlechte Gewissen quält, kehrt in
die Fabrik zurück und entdeckt
die kichernden Bären. Er lässt sich von ihrem Lachen
anstecken und findet heraus, daß sie zwar lebendig
aber gutartig und fröhlich geworden sind. Er macht dem
Direktor den Vorschlag, die kichernden Gummibären als
Neuheit zu verkaufen, woraufhin er wieder eingestellt wird.
Am Ende sieht man Sara eine Tüte mit einem der neuen
kichernden und tanzenden Gummibärchen (Kleinschmitt) öffnen.
Sara ist begeistert
von dem neuen Produkt und tanzt mit dem Bärchen im
nach oben
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Kinderzimmer
herum. Sie will in Zukunft nur noch diese Art von Gummibärchen
haben. Danach zeigte FREISTIL die
Königsdisziplin
des Improtheaters: Das freie Reimen, bei der die ganze Geschichte
(wie bei Shakespeare) in Reimen gesprochen wird. In der Geschichte
"Was ist eigentlich Bunga, Bunga?" ging es um den
italienischen König (Schulz), der sich immer wieder
mit Gewalt junge, hübsche Frauen zuführen
lässt
um seine Lust auszuleben. Eines
Tages wird ein Vater (Hüllstrung)
gezwungen, seine gerade 17jährige Tochter (Djandji-Stahl)
ins Schloss des Königs zu bringen. Der König führt
sie in sein Schlafgemach und erklärt ihr, was Bunga-Bunga
ist: Nämlich eine Wurzel (Freund), die nach dem Genuss
zu einer großen Lust und körperlichen Erregung
führt, so daß man auch alle Hemmungen verliert.
Er ißt von der Wurzel und zwingt auch sie, davon zu
essen. Doch die Wurzel wird durch die Lippen des unschuldigen
Mädchens verwandelt, beginnt, zu sprechen und sich gegen
den bösen König zu erheben. Dieser ruft seinen
Diener Luigi (Hüllstrung), der der Wurzel im
Kampf zwar einen Arm abschlagen kann aber sich dann dazu
hinreißen
lässt, selber von der Wurzel zu kosten, was ihn ebenfalls
sehr aufgeilt. Er
wird so erregt, daß er sich gegen
dessen Willen auf den König stürzt (Schulz spielte
die Szene mit einer Trinflasche im Schritt seiner Hose, die
wirkte wie eine starke Erektion!). Der König muß vor
dem erregten Diener fliehen. Das Mädchen bleibt zusammen
mit der Wurzel im Schloß und wird die neue Königin.
Am Ende gewann das in Unterzahl spielende weiße Team
mit 90:87 Punkten. Doch
weil die Roten zu einem Spiel um "Alles
oder Nichts" herausforderten und beim Musik-Replay mit
23:25 unterlagen - die Szene "Vertikutieren" mit
Hüllstrung als
Hausmeister im Stadion, der mit einem Vertikutier-Gerät
(Freund) das böse Teufels-Moos (Schulz) aus dem Rasen
entfernt, so daß dort wieder Frauenfussball gespielt
werden kann, wurde als Tango und Reggae wiederholt ("Gras
ist das Beste ohne Moos") - siegte
am Ende doch die rote Mannschaft. Ein toller Abend mit einem
fantastisch aufgelegtem FREISTIL-Team, das kongenial von
Johannes Söllner am Keyboard begleitet wurde.
Ein weiteres Foto von FREISTIL: Hier
Impro con Carne spielte
bereits um 18 Uhr und schickte dazu folgenden Bericht: "Die
Sonne lachte, die Wolken tanzten, das Gras wogte, die Vögel
zwitscherten und die Zuschauer? Die taten, was Zuschauer
tun: nämlich
zuschauen, als Impro con Carne die Bühne betrat und
voller Inbrunst ihre Hymne sang. Von Marathon, über
ABC-Spiel, Filmjournal, Halbwertszeit, Zappen, das klingt
nach einem Lied bis zum Genre Replay: Impro con Carne zauberte
fröhlich-kreatives
auf die Bühne, ließ aber auch die ernsten Themen
nicht aus. Wolfgang Weiler führte die zahlreichen
Zuschauer charmant und mit Biss (siehe Foto) durchs Programm.
'Ihr wart toll, wie immer', sagte eine begeisterte
Zuschauerin. Das waren wir gerne! Anmerkung:
Bei der Aufführung ist kein
Affe zu Schaden gekommen."
Ein weiteres Foto von
Impro con Carne: Hier
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Mittwoch, 13. Juli: Muß Mundpflege
bei Kindern wirklich sein?
Bei
Dauerregen und folglich auf kuscheliger Tuchfühlung
mit dem unter dem Dach sitzenden Publikum zeigten Die
Improleten eine
facettenreiche Impro-Show. Zum Auftakt
gab es die Disziplin Marathon mit Requisit,
bei dem ein von einem Zuschauer mitgebrachter roter Waschlappen
(siehe Foto) von den Spielern u.a. in eine frisch gefangene
Flunder, eine Maus, ein Hautimplantat, den Modehit des
Ein-Körbchen-BHs,
ein Segel und ein zierliches Neugeborenes verwandelt wurde.
Beim Grand
Prix wurde das Publikum dann von der aus Indien
stammenden Gesangsgruppe taktvoll in die Geheimnisse des
Kamasutras eingeweiht. Ein "Vorstellungsgespräch
im Vatikan" sollte es dann bei dem Spiel Neue Wahl
sein: Nach und nach überzeugte der unerfahrene, aber
motivierte Kaplananwärter nicht nur die gestrenge,
zur Einstellung der Kapläne verantwortliche Vatikan-Mitarbeiterin,
sondern auch das Publikum von seinen unkonventionellen,
die Menschen einenden Prediger-Kompetenzen – praise
the lord, yeah! Beim Reigen, der noch harmlos in einer
Telefonzelle begann, entwickelte sich eine Geschichte von
einem Mann zwischen drei Frauen. Doch die betrogene Ehefrau
sowie die Sekretärin
nach oben
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Frau Poppschmitt als
auch die verschmähte Yogalehrerin
ließen sich das falsche Spiel des Mannes nicht bieten – manipulierte
Bremsen an seinem Auto ließen ihn letztlich den Tod
finden. In der Disziplin Gebärdendolmetscher konnte
dann endlich mal ein Kammerjäger für Elefanten
zu Wort kommen. Und beim Genre Replay mussten die Spieler
Stellung zu dem schwierigen Lebensthema „Mein zweites
Ich“ beziehen, und wiederholten die Szene in den Genres
Musical und Psycho-Thriller. Die
Armredendiskussion konnte schließlich noch die wichtige
Frage klären, ob Mundpflege bei Kindern wirklich sein
muss: Natürlich nicht, denn die Bakterien im Kindermund
lassen sich ja problemlos mit einem Feuerzeug abfackeln...
Schlussendlich konnten Die Improleten die Stadgarten-Wette
für sich entscheiden, und das Publikum sang freudvoll „Marmor,
Stein und Eisen bricht“, begleitet vom Improleten-Musiker
David Wurst, der an diesem Abend durchweg variantenreich
und gekonnt verschieden Begleitinstrumente (Akkordeon, Trommel
usw.) zum Einsatz brachte.
Weitere Fotos von den Improleten
und von Hier und Jetzt gibt es: Hier
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Dienstag, 12. Juli:
Zuschauer trotzen dem Regen
Beim Match der Spielzeugen traten die ZEUGEN
in Blau gegen die SPIELER in Grün
an.
Die
erste Szene war ein kurzer gemeinsamer Toaster zum Toastthema „Brotschimmel“.
Dann ging es los mit einer Herausforderung:
Die SPIELER, zahlenmäßig unterlegen, entschieden sich für
die "Gefühlsachterbahn": Im Museum lernten die Besucher,
dass Van Gogh schon beim Betrachten satt macht. Die ZEUGEN setzten ein "Gefühle-Reintragen"
dagegen. Doch kaum hatten sie angefangen, setzte ein Platzregen
ein, und der Schiedsrichter entschied auf Unterbrechung, damit das Publikum sich
unters Dach setzen konnte. Danach durften die ZEUGEN neu anfangen, diesmal mit
einem Nachbarschaftsstreit über Gartenzwerge mit einem depressiven Nachbarn,
einer blümeranten und einer unbefriedigten Nachbarin.
Die dritte Runde war ein "Mannschaftswechsel": SPIELER und ZEUGEN forderten sich
gegenseitig heraus, die Szene aus ungewinnbaren Positionen fortzusetzen. Gabi
und Klaus, endlich wieder in der Tanzstunde, enttäuschten den Tanzlehrer
mit ihrem Tangowalzer derart, dass er stattdessen Hiphop auflegte.
Die vierte Runde bestand aus freien Herausforderungen: Die
ZEUGEN forderten fieserweise die SPIELER zu einer Szene heraus, die
endet, wenn das erste Wort gesprochen wird. Das Publikum schickte die SPIELER
dazu ins Schwimmbad, wo der Putzmann es der Besucherin einfach nicht recht machen
konnte. Dafür rächten sich die SPIELER, indem sie die ZEUGEN in eine
Szene aus Einwort-Sätzen schickten. Die
Vorgabe, ein Wort mit J, war Jugoslawien, und so fanden zwei Touristen mit Hilfe
eines einheimischen Motorradfahrers den Bahnhof, wo jedoch die Polizei das überladene
Motorrad anhielt. Das (sehr punktespendable) Publikum gab fünf Punkte, wovon
der Schiedsrichter jedoch zu Recht einen abzog, hatte doch ein Tourist einen
Zweiwortsatz gebildet. Danach war wieder
ein gemeinsames Spiel angesagt: eine "Erzählfuge".
Sepp und Resi trafen sich in einer langen stürmischen
Nacht in Dupfingen nach Jahren wieder, und das gerade, als
Sepp den einsamen Mann im Trenchcoat und mit Samuraischwert
mit Gevatter Tod verwechselt. Glücklicherweise gibt
es im Dorf noch den laktoseintoleranten Milchfahrer Günter,
der dem vermeintlichen Tod noch fünf Mark schuldet,
und so kann das Missverständnis im Wirtshaus aufgelöst
werden, ohne dass es zu
Blutvergießen kommt. Die sechste Runde
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war
den "Einfach
Nur Schwierigen Spielen" gewidmet. Die SPIELER wählten
das Interview Rückwärts (über Pferderennen).
Die ZEUGEN wiederum griffen zur Dreier-Synchro um ein Schachspiel.
In der siebten Runde gab es das gemeinsame "Tod in einer
Minute". Die Szene
handelte von der Übergabe des Kleiderschranks vom alten
an den neuen Freund einer Frau, deren Kasernenhofton schließlich
den Exfreund in den Freitod trieb. Die Szene wurde in jeder
Wiederholung halb so lang. Trotz der Regenunterbrechung amüsierten
sich über 100 Zuschauer unter dem Dach des Pavillons
und blieben bis zur Siegerehrung: Am Ende gewannen die ZEUGEN
mit einen knappen Punktevorsprung und bekamen als Preis den "Goldenen
Spielzeugen" (der in ganz ähnlicher Form übrigens
gelegentlich in Hollywood zu sehen ist).
Ein weiteres Fotos von den Spielzeugen gibt
es: Hier
Auch beim Auftritt
von Funkensprung um 20 Uhr gab es einen
heftigen Regenschauer. So mussten die etwa 120 Zuschauer,
die sich gerade auf die trockengewischten Stühle und
Bänke
gesetzt hatten, kurz nach der Premiere des neuen Introliedes
("Wir werden spielen" - siehe Foto) wieder unters
Dach des Pavillons geholt werden, was der Stimmung aber keinen
Abbruch tat - eher im Gegenteil. Die
erzwungene Nähe (ein Zuschauer saß z.B. mit
dem Moderator auf der Spieler-Bank) führte zu einem
großen
Gemeinschaftsgefühl mit Spielern "zum Anfassen".
Beim Marathon wurde ein gelber Kinderroller u.a. zu einem
Massagegerät,
einem Schlitten, einer Hantel, einem Motorrad, einem Schleifstein
und einem Postrad. Der Erzählchor erfand die Geschichte "Der
Fliegenpilz auf Reisen" (der Vorschlag kam von einer
Zuschauerin, die komplett in Rot mit weißen Punkten
gekleidet war - sogar ihre Handtasche sah weiß gepunktet
aus!): Ein Mann im Wald pflückt einen Fliegenpilz und
entdeckt, daß dieser statt
Wurzeln Beine hat, mit denen er zu entkommen versucht, was
der Mann verhindert. Schließlich wird er vom Pilz (der
behauptet, eine verwunschene Prinzessin zu sein) sehr erotisch
verführt. Doch nachdem er vom Pilz gegessen hat, landet
er schließlich beim Arzt. Es gab einen Experten für "Sponk",
das sich als Verjüngungsmittel herausstellte, das injiziert
wird und dann die Bakterien angreift, die im Körper
die Alterung verursachen. Bei der Demonstration des Mittels
verwandelte sich ein 74jähriger Mann mit Glatze in einen
35jährigen mit
schwarzem Haar (dargestellt von einem Mitspieler!). Spannend
wurde es bei der Synchronisation mit dem Titel "Ein
Mann allein zu Hause". Der unglückliche und einsame
Mann bekommt jeden Tag Besuch vom Postboten, der ihm jedesmal
ein Paket bringt. An diesem Tag bittet er den Postboten herein
und zeigt ihm den Inhalt des Paketes: Eine aufblasbare Frauenpuppe
(dargestellt von einer Mitspielerin), die aber nach einmal
"Benutzen" immer wieder kaputt geht. Der Postbote
verlässt
geschockt die Wohnung des Perversen. Beim Gefühls-Casting
musste der Satz "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" von
den drei Kandidaten in den Gefühlen Wut, Liebe, Trauer,
Stolz, Aggression und Euphorie gespielt werden, wobei vor
allem die Trauer und die Aggression von Herrn Hocke, der
vorher vor nervösen Ticks nicht still stehen konnte,
sehr beeindruckte. Durch den knappen Sieg beim Zappen (23:22),
dem Spiel um Alles oder Nichts, zu dem die rote Mannschaft
nach der ursprünglichen
Niederlage herausgefordert hatte und das an den Orten "Geisterbahn/
Kühlschrank/ Flohmarkt/ Reeperbahn" spielte, gewannen
die Roten das Match. Im Anschluß feierten sie nicht
nur den Sieg, sondern - mit Freisekt auf der Bühne -
auch den Geburtstag einer der roten Spielerinnen.
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Montag, 11. Juli: Kommt der
Papst - oder kommt er doch nicht?
Strahlender Sonnenschein und die Auftritte von Impromille
I und II lockten am Montag jeweils 200 Zuschauer in den
Stadtgarten. Diese erlebten um 18 Uhr die sieben SpielerInnen
von Impromille I (wobei eine Spielerin wegen eines Bandscheibenvorfalls
etwas eingeschränkt war und deshalb beim Jaaa-Abenteuer,
das von Gorillas in einer Hängematte handelte,
lieber aussetzte). Das Publikum wünschte sich den Erzählchor
"Doris und ihr Lampenschirm" und bekam die Geschichte einer
Frau, deren Lampenschirm (dargestellt von einem der Männer),
beim Putzen plötzlich zu sprechen beginnt und solange einen
Kuß von Doris fordert bis diese ihn endlich küsst, worauf
sich der Schirm in einen Prinzen verwandelt. Im Alphabetspiel
"Der letzte Schultag" bekam ein schlechter Schüler, der
im Abi überall null Punkte hat, die Chance, die Prüfung
zu wiederholen - wenn er in die Wohnung der Lehrerin zieht,
die offensichtlich ein Single ist. Beim Dia-Vortrag "Reinhold
Messner auf allen Achtausendern" erlebte man die Höhen
(siehe Foto) und Tiefen seiner Bergsteiger-Karriere und
bei der Armreden-Diskussion ging es um das Thema: "Besuch
des Papstes in Freiburg?". Hierbei stritten sich eine Ministrantin
mit einem Punk, während sich eine Französin wünschte, der
Papst würde lieber nach Straßburg kommen. Das Match endete
mit einem knappen Sieg (116:115) für die blaue Mannschaft
- die in Unterzahl spielen musste. Doch da es beim Spiel
um "Alles oder Nichts" unentschieden endete (22:22), gab
es am Ende zwei gefeierte Siegermannschaften. Beide Impromille-Gruppen
präsentierten an diesem Abend erstmal stolz ihre neuen
T-Shirts, die bereits mit ihrem Logo bedruckt sind.
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Beim Match
von Impromille II um 20 Uhr mit elf SpielerInnen
erlebten die Zuschauer eine Expertin für "Das Liebesleben
der Pflastersteine" mit
der interessanten Erkenntnis, daß aus der Vereinigung
zweier Pflastersteine (siehe Foto) als Kinder - Kieselsteine
herauskommen. Es gab eine Hackordnung in einem Piercingstudio,
mit einer herrlich blöden Nummer Zwei, der die dümmsten
Fragen an seinen Diener weitergab ("Was ist meine Meinung
zum Vorschlag von Nummer Eins?"). Und ein kleines Wesen
bei der "Kleinen
Stimme" verfolgte einen Mann vom Friedhof, wo
er still trauern wollte, bis in ein Café und zum
Tischkickern mit Freunden - immer mit dem penetranten Wunsch
nach einer heißen Schokolade. Beim
Chorus Line gab es schöne Textdreher und einer der vier
Sänger
scheiterte grandios an der vom Publikum vorgegebenen Gedichtzeile
"Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich" (aus dem Gedicht
"Die Bürgschaft" von Schiller), die er bis
zum Schluß nicht
richtig hinbekam. Starke Gefühle gab es dann beim Spiel "Es
ist Dienstag", bei der Sätze wie
"Ich hätte gerne 150 Gramm Hackfleisch" enorme
emotionale Reaktionen auslösten. Und weil das Thema
Papstbesuch derzeit in allen Köpfen zu sein scheint,
wünschte sich das Publikum
am Ende den Diavortrag "Der Papst kommt doch nicht",
der mit dem Anruf des Freiburger Erzbischofs Zollitsch endete,
der dem Vortragenen mitteilte, daß der geplante (und
bereits mit einem Papstdouble auf Dias gezeigte!) Besuch
leider ausfällt.
Witzigerweise endete das Match ebenfalls mit einem Unentschieden
(24:24). Auch hier hatte vorher die blaue Mannschaft denkbar
knapp mit 129:128 das reguläre Match gewonnen, sich
dann aber auf das Spiel um "Alles oder Nichts"
eingelassen, zu dem die gelbe Mannschaft herausgefordert
hatte.
Mehr Fotos von Impromille I und II gibt
es: Hier
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Sonntag, 10. Juli: Diavortrag
analysiert das Ausscheiden der Frauenfussball-Nationalmannschaft
Nachmittags
um 15:00 Uhr sah es noch so aus als würde
das Eröffnungsmatch in strömendem Regen stattfinden
müssen, doch um 18:00 Uhr schien glücklicherweise
die Sonne. Und nicht nur sie war erschienen, sondern
auch zahlreiche Zuschauer, so dass die Sitzreihen des Musikpavillons
(das Foto zeigt den Aufbau um 16:45 Uhr) gut gefüllt
waren. UNGEFILTERT begann
mit einem Marathon mit
dem außergewöhnlichen Requisit eines City-Rollers,
der die Spieler sehr inspirierte. Sofort waren die Spieler
im Match und zündeten ein Improfeuerwerk nach dem
anderen. Auch das Publikum war von Anfang an voll dabei,
feuerte die beiden Mannschaften frenetisch an und lieferte
tolle Vorschläge. Egal ob ein CD-Sampler zum
Papstbesuch, eine trizioprene Leiche mit ihrem Bestatter,
ja selbst ein Diavortrag, der knallhart die Gründe
des Ausscheidens der Frauenfussballnationalmannschaft analysierte,
sorgte für Begeisterung bei den Zuschauern. Immer
wieder schwappte die La-Ola durch das weite Rund des Musikpavillons.
Der Auftakt ist gemacht. Jetzt heißt es: The Show
can go on!
Auch die Gruppe Bühnensprung aus
Karlsruhe, die um 20 Uhr spielte, hatte Glück mit
dem Wetter - und genügend Publikum. Die 100 begeisterten
Zuschauer sprangen zu Beginn des Abends dynamisch in die
Höhe, um mit diesem "Bühnensprung"
die Gruppe aus Karlsruhe zu begrüßen. Ein von einem Zuschauer mitgebrachter
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Badmintonschläger verwandelte
sich beim Marathon in eine E-Gitarre, eine Grabschaufel,
ein Geisterjägergerät, einen
Spiegel der Wahrheit und in vieles anderes mehr.
Der beeindruckende Erzählchor „das letzte
Einhorn“ gab berührende Einblicke in die Höhen
und Tiefen eines Einhornlebens, von der Einsamkeit, Freundschaft
und Paarung bis zum Mord aus Eifersucht.
Und die Gruppe hatte einen sehr weit gereisten Gast
mitgebracht. Einen
Scheich aus Arabien. Sein poetisches Gedicht auf arabisch beinhaltete
eine wichtige Information: Öl
ist nicht nur zum Tanken da, auch als Hautpflegeprodukt
ist es sehr effektiv.
Bei der rasanten Halbwertszeit gerieten eine Politesse
und eine Falschparkerin so stark aneinander, dass die Politesse
eins mit dem Baseballschläger übergebraten bekam.
Sehr spannend war auch der Diavortrag „Fronleichnamsprozession“ (siehe
Foto): Brisante Bilder, von der Kreuzigung, dem Jesuskind,
dem Teufel höchstpersönlich bis hin zu Weihwasser
als Partygetränk.
Sehr gefreut hat sich vermutlich die Pizzeria Firenze über
die Gratis Werbung, denn ihre Telefonnummer wurde öffentlich
vom allwissenden Orakel bekannt gegeben. Der Höhepunkt
des Abends mündete in einer
besonders hitzigen Armredendiskussion zum Thema „Windrad
auf das Freiburger Münster?“, die leider abgebrochen
werden musste, um keinen Polizeieinsatz im Stadtgarten
zu verursachen. Bühnensprung
wurde von einem Spieler der Improleten verstärkt und freute
sich über die erste Teilnahme am Open Air Festival in
Freiburg.
Ein weiteres Foto von Bühnenprung
gibt es: Hier
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Freitag, 8. Juli: Champiogniken
in den Startlöchern
Die meisten Festivalgruppen haben inzwischen ihre Kandidaten für
den Champignon-Abend bestimmt: Am Abschlussabend des Festivals
werden spielen: Katharina Bach (UNGEFILTERT), Christine Frey (Bühnensprung), Jessica
Petry (Impromille), Marco Kneisel-Chiriatti (Impromille), Ozan
Ardicoglu (Hier und Jetzt), Petra Birkner (Die Improleten), Geraldine
Wagner (Die Improleten), Georg Richter (Spontan Brutal), Ulrich
Amann (Die Spielzeugen) und Ralf Fees (Die Spontanellen). Die Moderation übernimmt
in diesem Jahr Sybille Kleinschmitt von FREISTIL. Am Keyboard spielt
Andreas Bohl (Spontanellen).
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Donnerstag, 7. Juli: BZ-Interview
mit Schulz zum Festival
Im Kulturteil der BZ ist heute ein längeres Interview mit
Christian M. Schulz, dem Organisator des Festivals erschienen. Unter
der Überschrift "Man lernt die Zuversicht zu den eigenen Ideen" gibt
Schulz u.a. Antworten auf die Fragen warum Freiburg so "improaffin"
(also in etwa nahestehend, verwandt mit Improtheater) ist, ob jede
Impro-Gruppe ihren eigenen Stil hat und welche Rolle das Studium
der Psychologie bei der Entscheidung für Improtheater gespielt hat.
Das Interview führte René Freudenthal. Den ganzen Artikel lesen kann
man: Hier.
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Freitag,
1. Juli: Auftrittsprogramme stehen fest
Viele Festival-Gruppen haben bereits das Programm für ihren
Auftritt festgelegt. Die Zuschauer dürfen sich schon jetzt
auf folgende Theatersport-Disziplinen freuen:
Impromille I
spielt am Mo., 11.7. um 18 Uhr:
- Jaaa-Abenteuer
- Marathon
- Erzählchor
- Alphabetspiel
- Chorus Line
- Diavortrag
- Armreden-Diskussion
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Impromille II
spielt am Mo., 11.7. um 20 Uhr:
- Marathon
- Es ist Dienstag
- Chorus Line
- Experte
- Hackordnung
- Kleine Stimme
- Diavortrag |
Funkensprung
spielt am Di., 12.7. um 20 Uhr:
- Marathon mit Requisit
- Erzählchor
- Experte
- Gefühls-Casting
- Synchronisation
- Zappen
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Die Improleten
spielen am Mi., 13.7. um 20 Uhr:
- Marathon mit Requisit
- Grand Prix
- Neue Wahl
- Reigen
- Gebärden-Dolmetscher
- Genre-Replay
- Armreden-Diskussion
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FREISTIL
spielt am Do., 14.7. um 20 Uhr:
- Gemeinsames Lied
- Drehtür
- Drehbuch
- Reimen
- Musik-Replay
- Hackordnung |
Beim Champignon-Abend
Fr., 15.7. um 19:30 Uhr werden gespielt:
- Maschine
- Erzählchor
- Armreden-Diskussion
- Synchronisation
- Grand Prix
- Gefühls-Achterbahn
- Alphabetspiel
- Dia-Vortrag
- Zappen
- Das klingt nach einem Lied
- Musik-Replay
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